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Fragen zur Teilnahme an der INSIDE-Studie

Mit Ihrer Teilnahme an den Befragungen unterstützen Sie das Ziel des INSIDE-Projekts, Faktoren zum Gelingen von Inklusion herauszuarbeiten. Die Angaben jeder einzelnen Befragten und jedes einzelnen Befragten stehen stellvertretend für zahlreiche weitere Personen in Deutschland. Für den Erfolg der Studie und die Übertragbarkeit der Ergebnisse ist es daher entscheidend, dass möglichst viele der ausgewählten Schulen, Klassen und Personen tatsächlich an der Befragung teilnehmen.

Befragt werden alle Schülerinnen und Schüler der sechsten und der siebten Jahrgangsstufe, denen eine Teilnahme möglich ist und für die eine Teilnahmegenehmigung der Eltern vorliegt.

In der aktuellen Teilstudie werden alle Klassen berücksichtigt, in denen sich mindestens eine Schülerin oder ein Schüler zur Teilnahme an INSIDE bereit erklärt hat.

Die Teilnahme an der Befragung ist freiwillig. Es wird auch keine Nachteile mit sich bringen, wenn Sie nicht an der Studie teilnehmen. Ihnen steht selbstverständlich frei, einzelne Fragen nicht zu beantworten oder die Befragung abzubrechen.

Den Schülerinnen und Schülern entstehen keine Nachteile, wenn sie an der Befragung teilnehmen. Unsere Studie ist so konzipiert, dass immer die ganze Klasse bzw. ein Großteil der Klasse an den Befragungen teilnimmt. Ein Kind wird also nicht (alleine) aus dem regulären Unterricht genommen. Die Schulstunden, die für die Befragung genutzt werden, werden außerdem mit der Schulleiterin bzw. dem Schulleiter abgesprochen.

Die Erziehungsberechtigten geben durch das Ausfüllen der ausgehändigten Einwilligungsblätter an, ob sie selbst und ihr Kind an der INSIDE-Studie teilnehmen möchten und in die Verarbeitung ihrer Daten einwilligen. Die Schülerin oder der Schüler gibt diese Einwilligungen dann vor Beginn unserer Befragungen an die Schulkoordinatorin oder den Schulkoordinator zurück. Diese oder dieser dokumentiert die Zusagen zur Teilnahme an der INSIDE-Studie.

Lehrkräfte, sonderpädagogische Lehr- oder Fachkräfte, Schulbegleitungen sowie Schulleitungen bekunden ihre Bereitschaft zur Teilnahme sowie ihre Einwilligung in die Verarbeitung ihrer Daten, indem sie die ausgefüllten Fragebögen an die IEA Hamburg zurücksenden – das Porto hierfür übernehmen selbstverständlich wir.

Sie können jederzeit formlos und ohne Angabe von Gründen mitteilen, dass Sie nicht weiterhin an der INSIDE-Studie teilnehmen möchten und Ihre Einwilligung für die Zukunft widerrufen. Bitte wenden Sie sich hierfür an die IEA Hamburg (Frau Nina Hugk, Tel.: 040 48500 615, E-Mail: inside@iea-hamburg.de). Ihre Kontaktangaben werden dann gelöscht und Ihre Einwilligungserklärung vernichtet. Dadurch entstehen weder Ihnen noch Ihrem Kind irgendwelche Nachteile.

Ja. Schülerinnen und Schüler können auch dann teilnehmen, wenn die Eltern einer Teilnahme ihres Kindes zustimmen, aber selbst nicht befragt werden wollen.

Die Befragungen werden überwiegend schriftlich durchgeführt. Das heißt Lehrkräfte, sonderpädagogische Lehr- oder Fachkräfte, Schulbegleitungen, Schulleitungen sowie die Schülerinnen und Schüler erhalten in der Schule von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Erhebungsinstitutes IEA Hamburg jeweils gedruckte Fragebögen. Darin sind Fragen enthalten, die durch Ankreuzen von Antwortmöglichkeiten oder durch Ausfüllen beantwortet werden können. Die Schülerinnen und Schüler werden dabei von den geschulten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der IEA Hamburg begleitet. Die Eltern hingegen werden telefonisch befragt. Hierzu rufen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Erhebungsinstitutes infas unter der von den Eltern auf den Einwilligungsblättern angegebenen Telefonnummer an.

Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der IEA Hamburg beantworten Fragen zur Bearbeitung der Fragebögen. Sofern die Schülerin oder der Schüler im Schulalltag auf weitere Unterstützungsmaterialien angewiesen ist, kann sie oder er diese auch für die Befragung nutzen. Auch Schulbegleitungen dürfen bei der Befragung unterstützen.

Im Rahmen dieser INSIDE-Teilstudie findet die Befragung von Schülerinnen und Schüler der sechsten und siebten Jahrgangsstufe jeweils von Mai bis Juli des aktuellen Schuljahres statt. Zu diesem Zeitpunkt werden auch Schulleitungen, die unterrichtenden Lehrkräfte und sonderpädagogischen Lehr- und Fachkräfte sowie – falls vorhanden – Schulbegleitungen von Schülerinnen und Schülern der siebten Jahrgangsstufe um die Bearbeitung eines Fragebogens gebeten. Die Eltern der teilnehmenden Schülerinnen und Schüler der sechsten Jahrgangsstufe werden ab Juni des aktuellen Schuljahres einmalig befragt.

Sollte eine Schülerin oder ein Schüler beispielsweise wegen Krankheit an der Befragung nicht teilnehmen können, obwohl eine Einwilligung durch die Eltern gegeben wurde, so kann es einen Nachholtermin geben. Sollte kein Nachholtermin stattfinden, weil beispielsweise nur wenige Kinder am Befragungstermin abwesend waren, kann die Schülerin oder der Schüler dennoch an der Erhebung im darauffolgenden Schuljahr teilnehmen. Unabhängig davon können die Eltern bei vorliegender Einwilligung regulär am Telefoninterview teilnehmen.

Wenn sich Ihre Telefonnummer oder Anschrift (z. B. durch einen Umzug) ändern werden oder geändert haben, teilen Sie uns bitte Ihre neuen Kontaktdaten mit, damit wir Sie auch weiterhin erreichen können. Falls Sie sich unsicher sind, welche Daten uns bereits vorliegen, können wir Ihnen dazu jederzeit Auskunft gegeben und Ihre Angaben ändern. Hierzu wenden Sie sich bitte an die IEA Hamburg (Frau Nina Hugk, Tel.: 040 48500 615, E-Mail: inside@iea-hamburg.de).


 

Fragen zum Hintergrund des INSIDE-Projekts

Es gibt sehr unterschiedliche Vorstellungen darüber, was genau „Inklusion“ bedeutet. Dazu zählt auch, ob sich Inklusion auf Schülerinnen und Schüler mit sonderpädagogischem Förderbedarf beschränkt, wie umfassend der gemeinsame Unterricht mit anderen Schülerinnen und Schülern ohne sonderpädagogischen Förderbedarf ist oder ob im Schulalltag überhaupt mit dieser Bezeichnung gearbeitet werden sollte.

Bei INSIDE haben wir keine übergreifend gültige Definition von Inklusion. Im INSIDE-Projekt stehen zunächst überwiegend Schulen im Mittelpunkt, an denen Schülerinnen oder Schüler sonderpädagogisch gefördert werden. Für die einzelnen Auswertungen und Veröffentlichungen werden dann je nach Forschungsfrage unterschiedliche Eingrenzungen genutzt.

Im Projekt nutzen wir den Begriff des „amtlich oder schulintern festgestellten sonderpädagogischen Förderbedarfs“. Das bedeutet, dass ein formales Gutachten über den Förderbedarf der Schülerinnen und Schüler erstellt wurde. In einigen Bundesländern erfolgt dazu ein amtliches Feststellungsverfahren, in anderen Bundesländern wird schulintern eine Diagnose erstellt. Hochbegabung oder eine Teilleistungsstörung oder -schwäche (z. B. Lese-Rechtschreibschwäche) zählt im Rahmen dieses Projekts nicht als sonderpädagogischer Förderbedarf.

Von „sonderpädagogischer Förderung“ sprechen wir im Rahmen des INSIDE-Projektes, wenn eine Schülerin oder ein Schüler tatsächlich sonderpädagogisch gefördert wird, unabhängig davon, ob ein sonderpädagogischer Förderbedarf formal festgestellt wurde oder nicht. Das bedeutet in der Regel, dass ein Förderplan oder eine Förderdiagnose berücksichtigt wird. Die Förderung kann, muss aber nicht durch eine sonderpädagogische Lehr- oder Fachkraft erfolgen.

Die Förderung des INSIDE-Projekts läuft aktuell bis Mitte 2021. Sofern das Projekt auch darüber hinaus fortgesetzt wird, möchten wir die Eltern, Schülerinnen und Schüler sowie ihre Lehrkräfte, sonderpädagogischen Lehr- oder Fachkräfte und Schulleitungen nochmals befragen.


 

Fragen zur Auswertungen der Daten und zur Ergebnisrückmeldung

Die Befragungen im Rahmen der INSIDE-Studie werden in Zusammenarbeit mit den Erhebungsinstituten IEA Hamburg und infas Institut für angewandte Sozialwissenschaften durchgeführt. Der Datenschutz hat dabei höchste Priorität: Die Antworten aus den Fragebogen und den telefonischen Interviews werden durch die IEA Hamburg und das infas-Institut verarbeitet und ohne Schulnamen und -adressen an die INSIDE-Projektpartner übermittelt.

Die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des Leibniz‐Instituts für Bildungsverläufe (LIfBi), des Instituts zur Qualitätsentwicklung im Bildungswesen (IQB), der Bergischen Universität Wuppertal (BUW) und der Universität Potsdam (UP) analysieren diese Angaben und bereiten sie in Form von Publikationen für Öffentlichkeit und Forschung auf. Darüber hinaus werden die Daten weiteren Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern zu Forschungszwecken zur Verfügung gestellt. Sämtliche Daten werden ausschließlich zu wissenschaftlichen Zwecken genutzt werden: Sie bilden die Grundlage für das INSIDE-Projekt. So kann die Entwicklung der Schülerinnen und Schüler nachvollzogen und ein möglichst aussagekräftiges Bild der Umsetzung von Inklusion in der Sekundarstufe I in Deutschland gezeichnet werden.

Weitere Informationen zum Datenschutz im INSIDE-Projekt finden Sie hier.

Die Studienteilnehmerinnen und Studienteilnehmer werden auf unterschiedlichen Wegen über Ergebnisse informiert. Die Schulen erhalten beispielsweise Poster, auf denen wir von Ergebnissen der Studie berichten. Wir berichten außerdem auf unserer News-Seite über Ergebnisse und Neuigkeiten aus dem Projekt, Veröffentlichungen und Tagungsbesuche. Darüber hinaus ist 2020 eine Konferenz geplant, zu der Studienteilnehmerinnen und -teilnehmer, Praktikerinnen und Praktiker sowie Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler eingeladen werden sollen.



Haben Sie weitere Fragen oder Anmerkungen zu INSIDE? Dann nehmen Sie Kontakt mit uns auf!