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Werkstattbericht: Die Arbeit an einem wissenschaftlichen Artikel im INSIDE-Projekt

16.12.2021

Ziel der ersten Projektphase der INSIDE-Studie war es, Rahmenbedingungen und Organisationsformen schulischer Inklusion herauszuarbeiten und die Ergebnisse für Praxis, Administration und Forschung zugänglich zu machen. Dazu arbeiten die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des INSIDE-Teams an verschiedenen wissenschaftlichen Veröffentlichungen. Eine Veröffentlichung, an der wir aktuell am Standort Berlin arbeiten, beschäftigt sich mit der Umsetzung von Inklusion in den Schulen.

Bei der Entwicklung der Fragebogen für die Schulleitungen, Lehrkräfte, Schülerinnen und Schüler sowie deren Eltern haben wir uns unter anderem am sogenannten Übereinkommen über die Rechte von Menschen mit Behinderungen der Vereinten Nationen (auch UN-Behindertenrechtskonvention oder UN-BRK) orientiert. In diesem Übereinkommen werden Handlungsbereiche und Anforderungen an das Bildungssystem benannt. Die dort angeführten Punkte haben wir in den verschiedenen Befragungen im Rahmen der INSIDE-Studie berücksichtigt.

Aktuell erarbeiten Lena Külker und Cornelia Gresch, die am INSIDE-Standort in Berlin tätig sind, einen wissenschaftlichen Artikel, der einen wichtigen Punkt aus der UN-BRK behandelt: die sogenannten „angemessenen Vorkehrungen“. Mit diesen soll gewährleistet werden, dass Schülerinnen und Schüler mit unterschiedlichen Voraussetzungen die Schule besuchen und am Unterricht teilnehmen können. Eine angemessene Vorkehrung kann beispielsweise sein, dass eine Person diejenigen Schülerinnen und Schüler begleitet, die im besonderen Maße Unterstützung im Unterricht oder im Schulalltag benötigen. Der wissenschaftliche Artikel geht der Frage nach, welche Vorkehrungen es an den Schulen, die an INSIDE teilgenommen haben, gibt und wie diese umgesetzt werden. Dabei betrachten wir im Besonderen, welche Rolle hierbei der Anteil von Schülerinnen und Schülern mit sonderpädagogischem Unterstützungsbedarf spielt.

Der Artikel soll zeitnah bei einer wissenschaftlichen Zeitschrift eingereicht werden. Dort beginnt im Anschluss ein Begutachtungsprozess: Der Artikel wird in der Regel an zwei Gutachterinnen bzw. Gutachter weitergegeben, die ihn lesen und prüfen, ob der Artikel zur Zeitschrift passt und dem wissenschaftlichen Standard entspricht. Das sind Wissenschaftlerinnen bzw. Wissenschaftler, die sich mit dem Thema des Artikels auskennen, aber nicht wissen, wer den Text geschrieben hat. Diese Personen verfassen ein Gutachten darüber, ob der Artikel veröffentlicht werden kann oder ob noch etwas geändert werden muss. Anhand dieses Gutachtens können wir den Artikel überarbeiten. Anschließend wird der Beitrag veröffentlicht. Von der Einreichung bis zur Veröffentlichung dauert dieser Prozess je nach Zeitschrift einige Monate, manchmal auch bis zu einem Jahr oder sogar noch länger.