Sie sind hier: Projekt Informationen für Schulleitungen

In Teilstudie II stehen Schülerinnen und Schüler, die an inklusiven Schulen oder Schulzweigen lernen, im Mittelpunkt. Im vergangenen Schuljahr haben bereits Schülerinnen und Schüler in der sechsten Jahrgangsstufe an einer Reihe von Schulen an INSIDE mitgewirkt. Um ihre Entwicklung innerhalb einer inklusiven Umgebung nachzeichnen zu können, ist INSIDE als Längsschnittstudie angelegt. Daher befragen wir diese Schülerinnen und Schüler mehrmals und kommen im aktuellen Schuljahr in der siebten Jahrgangsstufe erneut auf sie zu.

Um belastbare Aussagen zu den Rahmenbedingungen und Prozessen inklusiven Unterrichts machen zu können, ist es wichtig, dass wir noch mehr Schulen für unsere Studie gewinnen können. Deshalb bitten wir bereits teilnehmende Schulen im aktuellen Schuljahr, die INSIDE-Studie nicht nur durch die Teilnahme der siebten, sondern auch durch die Teilnahme der aktuellen sechsten Jahrgangsstufe zu unterstützen. Außerdem möchten wir auch weiteren interessierten Schulen die Möglichkeit geben, ebenfalls mit einer sechsten Jahrgangsstufe am Projekt mitzuwirken.

Unabhängig davon, ob die Schülerinnen und Schüler eine sechste oder siebte Klasse besuchen, sind wir auch jeweils an Ihrer Sicht als Schulleitung sowie an der Sicht der Lehr- und Fachkräfte von teilnahmebereiten Schülerinnen und Schülern interessiert. Zusätzlich werden die Eltern der Kinder in der sechsten Jahrgangsstufe und – falls vorhanden – Schulbegleitungen der Kinder in der siebten Klasse in die Befragung einbezogen. So können wir belastbare Daten aus verschiedenen Blickwinkeln gewinnen. Da Inklusion alle Schülerinnen und Schüler einer Klasse betrifft, laden wir vollständige Klassen zur Teilnahme ein. Für uns sind auch Klassen von Interesse, in denen keine Schülerinnen und Schüler mit sonderpädagogischem Förderbedarf lernen.

Mit der Durchführung der Studie an den Schulen wurde das Erhebungsinstitut IEA Hamburg beauftragt. Schulen, die im vergangenen Schuljahr noch nicht an der INSIDE-Erhebung im Rahmen der Teilstudie II teilgenommen haben, werden zunächst gebeten, eine Ansprechperson an der Schule zu benennen. Schulen, die an der Erhebung zwischen Mai und Juli 2019 teilgenommen haben, haben für den Austausch zwischen der IEA Hamburg und Ihrer Schule bereits eine sogenannte Schulkoordinatorin oder einen sogenannten Schulkoordinator benannt. Sie oder er stimmt alle die Studie betreffenden Aktivitäten innerhalb der Schule ab und stellt die Ansprechperson für die IEA Hamburg und deren Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter dar. Zudem trägt die Schulkoordinatorin oder der Schulkoordinator auf vom Erhebungsinstitut vorbereiteten Listen Informationen über alle Studienteilnehmerinnen und Studienteilnehmer zusammen. Dabei handelt es sich beispielsweise um die Funktion der teilnehmenden Lehrkräfte in der sechsten und siebten Jahrgangsstufe oder das Alter der teilnahmebereiten Schülerinnen und Schüler. Außerdem koordiniert die Ansprechperson auch die Befragung der Schülerinnen und Schüler in Absprache mit der IEA Hamburg und verteilt Befragungsunterlagen an Sie und Ihre Kolleginnen und Kollegen. Sofern an Ihrer Schule im aktuellen Schuljahr zwei Jahrgänge an INSIDE teilnehmen, können Sie selbstverständlich eine weitere Ansprechperson für die Koordination im entsprechenden Jahrgang angeben.

Die Schülerinnen und Schüler werden durch geschulte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der IEA Hamburg zwischen Mai und Juli des aktuellen Schuljahres an einem Vormittag in Gruppen schriftlich befragt und gebeten, Aufgaben zu bearbeiten. Diese Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter werden der Schulkoordinatorin oder dem Schulkoordinator außerdem die Fragebogen für Sie sowie für die Lehrkräfte, die sonderpädagogischen Lehr- oder Fachkräfte und die Schulbegleitungen, die die teilnehmenden Schülerinnen und Schüler unterrichten oder begleiten, übermitteln. Wir bitten Sie und Ihre Kolleginnen und Kollegen, diese Fragebogen ebenfalls zwischen Mai und Juli des aktuellen Schuljahres auszufüllen und anschließend an die IEA Hamburg zurückzusenden – das Porto übernehmen selbstverständlich wir.

Wir stellen Ihnen beispielweise Fragen dazu, wie viele Schülerinnen und Schüler an Ihrer Schule einen festgestellten sonderpädagogischen Förderbedarf haben oder in anderer Weise besonders gefördert werden und wie die Aufnahmesituation in Bezug auf Schülerinnen und Schüler mit sonderpädagogischem Förderbedarf ist. Uns interessiert zusätzlich, ob und wie Schulbegleitungen an Ihrer Schule aktiv sind und wie innerhalb und außerhalb der Schule kooperiert wird. Außerdem erfragen wir allgemeine Informationen zur Schule, zu Ihrer Person und zu Ihrem Berufsalltag, zu Ihren Erfahrungen als Schulleitung, zur Schulkultur und zu Ihren Einstellungen zum Thema Inklusion. Wenn Ihre Schule bislang noch nicht an einer INSIDE-Erhebung teilgenommen hat, bitten wir außerdem um allgemeine Angaben zur Ausstattung Ihrer Schule, zur schulischen Praxis und zur Gestaltung und Organisation des Unterrichts.

Die teilnehmenden Lehrkräfte und sonderpädagogischen Lehr- oder Fachkräfte Ihrer Schule werden unter anderem zur Gestaltung des Unterrichts, zu Praktiken der lernzieldifferenzierten Erarbeitung von Unterrichtsinhalten sowie zum Arbeiten in mono- oder multiprofessionellen Teams befragt. Darüber hinaus stellen wir Fragen zur Klassenzusammensetzung, zur besonderen Förderung und Integration der Schülerinnen und Schüler im Unterricht und zur Unterstützung durch sonderpädagogische Lehr- oder Fachkräfte. Die Fragebogen für die Schulbegleitungen von Kindern des siebten Jahrgangs enthalten unter anderem Fragen zu ihren Erfahrungen, Aufgabenbereichen und Einstellungen gegenüber Inklusion.

In Form von Kompetenzmessungen möchten wir bei Kindern der sechsten Klasse die Lese- und Mathematikkompetenzen sowie kognitive Grundfähigkeiten erfassen. Schülerinnen und Schüler des siebten Jahrgangs bearbeiten nur Aufgaben aus den Bereichen Lesen und Mathematik. Informationen zu nicht-fachlichen Fähigkeiten der Schülerinnen und Schüler erfragen wir über die Klassenlehrkraft. Darüber hinaus bitten wir die Schülerinnen und Schüler, Fragen zum Schulalltag, zur Klasse, zum Unterricht sowie zu ihrem familiären Hintergrund zu beantworten. Eltern der teilnehmenden Schülerinnen und Schüler der sechsten Jahrgangstufe bitten wir um die Teilnahme an einer telefonischen Befragung.

Bei INSIDE sind wir an der Entwicklung von Schülerinnen und Schülern interessiert, die in einer inklusiven Umgebung lernen. Daher wollen wir die Schülerinnen und Schüler über einen längeren Zeitraum begleiten. Diejenigen Schülerinnen und Schüler, die wir im aktuellen Schuljahr in der sechsten Klassenstufe befragen, bitten wir erneut im folgenden Schuljahr um Teilnahme. Sofern das INSIDE-Projekt verlängert wird, möchten wir alle teilnahmebereiten Schülerinnen und Schüler erneut befragen, wenn sie die neunte Jahrgangsstufe besuchen. Dank der wiederholten Befragung wird es möglich sein, die individuelle Entwicklung der Schülerinnen und Schüler zu begleiten, ihre Kompetenzzuwächse darzustellen und Veränderungen ihrer schulischen Situation abzubilden. In den jeweiligen Befragungen ist auch Ihre Perspektive als Schulleitung auf Schule und Unterricht von großem Interesse für die Studie.

Bei INSIDE geht es nicht darum, ein repräsentatives Bild zu den sehr unterschiedlichen Umsetzungsformen von Inklusion in Deutschland zu zeichnen. Auch wollen wir keine bestehenden Meinungen über ein inklusives Schulsystem nachbilden. Wir sind an der Bewältigung der Herausforderung eines inklusiven Schulalltags durch Sie als Schulleitung sowie durch Ihr Kollegium und an der Entwicklung von Schülerinnen und Schüler interessiert. So soll herausgearbeitet werden, welche Faktoren eine erfolgreiche Umsetzung von Inklusion ermöglichen und welche Herausforderungen und Chancen sich hieraus für Schülerinnen und Schüler, Lehr- und Fachkräfte sowie Schulleitungen ergeben. Um Bedingungen für das Gelingen schulischer Inklusion an deutschen Schulen identifizieren und Entwicklungsverläufe betrachten zu können, ist eine breite Informationsbasis nötig. Ihnen als Schulleitung kommt eine wichtige Rolle bei der Umsetzung von Inklusion zu, da Sie die verschiedenen Prozesse nicht nur auf Schulebene erleben, sondern auch mitgestalten. Aus den Ergebnissen dieser Studie sollen wertvolle Anregungen für eine erfolgreiche Umsetzung von Inklusion in der Praxis abgeleitet werden.

Selbstverständlich ist die Teilnahme an der INSIDE-Studie freiwillig. Unser Projekt kann jedoch ohne die Unterstützung von engagierten Schulen wie Ihrer nicht erfolgreich sein und würde reine Theorie bleiben. Vielen Dank, dass Sie sich die Zeit nehmen, um an INSIDE teilzunehmen!


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